Familienpolitik

Auf dieser Seite möchten wir auf die wichtigsten Kampagnen und Fachinformationen mit Bezug zur Familienpolitik hinweisen. Auf der Seite des DFV Bundesverbandes finden Sie unter diesem Link aktuelle Pressemitteilungen sowie hier zahlreiche Fachinformationen. Wir greifen aber auch Informationen anderer Verbände und Interessengruppen auf, insofern diese die Familienpolitik betreffen.


Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl

 

Der Verband Familienarbeit e.V. und weitere Verbände haben um Stellungnahmen der Parteien zur Bundestagswahl zu familienpolitischen Themen gebeten. Das Ergebnis liegt nun vor und erlaubt eine Gegenüberstellung und Vergleich der Positionen.

 

Tatsächlich sind in den familienpolitischen Konzepten kaum noch Unterschiede erkennbar. Alle sind für eine finanzielle Bevorzugung der Kinderbetreuung außerhalb der Familie und eine entsprechende Benachteiligung von Eltern, die ihre Kleinkinder selbst betreuen wollen. Die jetzt schon seit Jahrzehnten bestehende Benachteiligung der Eltern insbesondere durch das geltende Rentenrecht kommt nicht mehr zur Sprache. Vor diesem Hintergrund ist es um so wichtiger, die zur Wahl antretenden Parteien direkt auf die vernachlässigten Themen anzusprechen und das Eltern, wo immer möglich und angebracht, auf diese Kernpunkte hinweisen und nachhaken. Gehen Sie wählen, beteiligen Sie sich an der Diskussion, unterstützen Sie Kampagnen, die der Stimme von Familien und deren Kindern mehr Gewicht verleihen!

 

Die Wahlprüfsteine wurden bewußt auf 3 Fragen eingeschränkt: zum Rentenrecht, zur Betreuung von Kindern unter 3 Jahren, zum Wahlrecht von Geburt an. Sie können die Fragen und Antworten hier nachlesen.

 


Leistungsgerechtes Rentenkonzept statt Kollaps

Alle von den heutigen Bundestagsparteien diskutierten Rentenkonzepte ignorieren die Ursache der aktuellen Rentenmisere: das Umlageverfahren in seiner bisher einseitigen Konstruktion. Das stellt der Verband Familienarbeit e.V. fest und schlägt seit längerem ein Zwei-Säulen-Modell für Jugend- und Alterssicherung vor.

 

Dreh- und Angelpunkt eines nachhaltigen Rentenkonzepts ist dabei der Zusammenhang zwischen Kindererziehung und Alterssicherung. Die erste Säule (z.B. 50 %) der gesetzlichen Renten würde durch das bisherige Umlageverfahren finanziert und durch ein weiteres Umlageverfahren für einen entsprechend großen Anteil der Kosten der Kindererziehung ergänzt. Die zweite Säule (z.B. 50 %) der gesetzlichen Renten müßte für Eltern und Kinderlose getrennt finanziert werden. Das vorgelegte Rentenkonzept hat zum Ziel, die Voraussetzungen für echte Gleichberechtigung sowohl der Geschlechter als auch zwischen Eltern und Kinderlosen zu schaffen und Wahlfreiheit zwischen Elternarbeit und Erwerbsarbeit zu verwirklichen.

 

Alle weiteren Details können Sie unter familienarbeit-heute.de nachlesen sowie das Rentenkonzept unter diesem Link vollständig downloaden.


Kampagne "Wahlrecht ab Geburt"

Kinder sind unsere Zukunft. Aber auch bei der kommenden Bundestagswahl werden ihre Stimmen an der Wahlurne nichts zählen.

Denn ausgerechnet Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die für die heute gefällten Entscheidungen künftig gerade stehen müssen, sind vom Wahlrecht und damit von echter politischer Partizipation ausgeschlossen.

Unterstützen Sie unsere breite und überparteiliche Kampagne zum Familienwahlrecht in Form eines Wahlrechts ab Geburt und kämpfen Sie mit uns dafür, dass die Zukunft endlich eine Stimme bekommt. Denn nur wer wählt, zählt!


Aktion Widerspruch: Elternklagen.de

Bis heute zahlen 14 Millionen Eltern mit minderjährigen Kindern doppelt in die Sozialversicherungen ein - und zwar mit ihrem monetären und generativen Beitrag. Diese Doppelbelastung hat das Bundesverfassungsgericht kritisiert und den Gesetzgeber dazu aufgerufen, eine familiengerechte Sozialversicherung umzusetzen.

 

 

Bis heute ist nichts passiert. Wir jammern nicht mehr - wir klagen!

Mit der "Kampagne zur Beitragsgerechtigkeit in den Sozialversicherungen" haben sich nun die zwei größten Familienverbände in Deutschland zusammengetan, um eine zukunftsfähige Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung auf den Weg zu bringen: http://www.elternklagen.de

 

Machen Sie mit! Zahlen Sie nicht doppelt ein!

 

Eltern zahlen gegenwärtig mindestens 238 Euro pro Kind zu viel in die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung ein. Legen Sie daher Widerspruch gegen die Beitragshöhe Ihrer Sozialversicherung ein - werden Sie aktiv! Wir haben für Sie juristisch geprüfte Musterschreiben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Der Widerspruch gegen die Beitragshöhe ist an Ihre Krankenkasse zu richten.

 

Seit 2016 stehen wir mit mehreren hundert Familien mit zwei Verfassungsbeschwerden vor dem Bundesverfassungsgericht. Machen Sie mit! Legen Sie Widerspruch ein und zahlen Sie nicht mehr doppelte Sozialbeiträge ein.

 

Liebe Eltern, machen Sie bei der Aktion Widerspruch mit!
Besuchen Sie uns auf unserer Kampagnen-Webseite: http://www.elternklagen.de  

Häufige Fragen zur Kampagne finden sich hier.

 


Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände

Mit vier anderen Familienverbänden bilden wir die Landes-gemeinschaft der Familienverbände im Freistaat Sachsen (LAGF). Unsere Entscheidungen treffen wir einstimmig.

Jährlich finden wir uns zu ca. sechs Sitzungen zusammen.

 


Zur Landesarbeitsgemeinschaft gehören:

  • Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen Landesarbeitskreis Sachsen e.V.:
  • Katholischer Familienbund im Bistum Görlitz
  • Selbsthilfegruppen Alleinerziehender (SHIA) e.V. Landesverband Sachsen
  • Verband alleinerziehender Mütter und Väter – Landesverband Sachsen
  • Deutscher Familienverband, Landesverband Sachsen e.V.

Zu den wesentlichen Aufgaben gehören:

  • Vertretung der Interessen sächsischer Familien gegenüber Politik und Verwaltung
  • die gemeinsame Mitwirkung am Sächsischen Familientag
  • Erarbeitung von Wahlprüfsteinen und parlamentarische Gespräche
  • Erstellen von gemeinsamen Pressemitteilungen

Die Internetseite der LAGF finden Sie unter: www.familienverbaende-sachsen.de


Solidarpakt für Familien

Unser Land steht vor einer gewaltigen demographischen Herausforderung, ohne deren Bewältigung unsere Zukunftsfähigkeit auf dem Spiel steht. Staat und Gesellschaft, Kultur, Sozialsystem und Wirtschaft benötigen als „Überlebens-Mittel“ mündige Bürger, eigenverantwortliche und gemeinschaftsfähige Persönlichkeiten. Diese können nur in starken Familien heranwachsen. Die Familie ist der erste und wichtigste Lernort für Eigenverantwortung und Solidarität – hier werden die Voraussetzungen für alles andere geschaffen. Deshalb ist eine gute Politik für Familien die beste Politik für die ganze Gesellschaft.

 

Der Deutsche Familienverband hat bereits 2012 ein Positionspapier unter dem Namen "Solidarpakt für Familien" erarbeitet, in dem familienpolitische Fakten über die tatsächlichen Leistungen und Lasten von Familien klar auf den Tisch kommen. Die Schrift ist nicht nur als Aufforderung an die Politik, sondern auch als Aufklärung über familienpolitische Defizite und Erfolge zu betrachten. Es werden konkrete Handlungsfelder und Herausforderungen benannt und Anregungen zum Handeln gegeben.

 

Die lesenswerte Broschüre kann auf der Seite des DFV Bundesverbandes hier heruntergeladen werden.